17 Momente 2017

January 07, 2018


Ich habe zwar bereits einen Jahresrückblick für 2017 veröffentlicht, aber da der eher oberflächlich ausgefallen ist, möchte ich heute hier zusätzlich noch meine 17 liebsten Momente des vergangenen Jahres teilen. Denn obwohl 2017 ziemlich hart für mich war, ist mir letztens bewusst geworden, dass das Jahr auch viele gute Ereignisse hatte, an die ich gern zurückdenke. Oftmals sind es eben wirklich die kleinen Dinge, die das Leben so lebenwert machen. Und weil noch mehr tolle Erinnerungen immer besser sind, habe ich  Jutta gefragt, ob sie ebenfalls einen Blogpost zum Thema verfassen mag. Die Idee zum Hand Lettering auf dem ersten Foto habe ich übrigens auch gleich bei ihr geklaut. Die junge Dame tut nämlich immer so, als wäre sie vollkommen unmotiviert und untalentiert, aber eigentlich ist das Gegenteil der Fall. Deswegen freue ich mich auch schon darauf, 2018 noch mehr tolle Augenblicke mit ihr zu teilen. Aber genug vorab gelabert. Zu ihren 17 besten Momenten geht es hier entlang! Und meine besten Erinnerungen kommen jetzt:



EINS Zu Weihachten 2016 schenkte ich Philipp zwei Übernachtungen in Prag, die wir Mitte Januar einlösten. Nach einem sehr laufintensiven und ereignisreichen Samstag wachten wir am 15. Januar gemeinsam in unserem Hotelzimmer auf und hatten einen weiteren tollen Tag in der Stadt vor uns. Die Vorfreude auf ein entspanntes Frühstück und neue Entdeckungen machten diesen sonnigen Morgen zu einem besonderen, der mir im Gedächtnis geblieben ist.

ZWEI Das zweite Februar-Wochenende verbrachten Philipp und ich anlässlich eines Geburtstages im sächsischen Vogtland mit meiner Mutter, meinem Stiefvater und meinem Bruder. Obwohl ich seit Jahren nicht auf Skiern stand, machte es Spaß, den Samstag mit Langlauf zu verbringen. Am Sonntag, den 12. Februar, hingegen entschieden sich Philipp und ich, zu Fuß zu gehen, während der Rest der Truppe wieder auf Skiern unterwegs war. Irgendwann stellte ich mich spaßeshalber hinter meinen Bruder auf dessen Ski und er versuchte, uns beide fortzubewegen. Das ging tatsächlich auch eine Weile lang ganz gut, bis er schließlich das Gleichgewicht verlor und seitlich auf den gefrorenen Waldboden kippte. Ich musste in dem Moment so lachen, dass ich fast hyperventiliert wäre. Es sind eben echt die kleinen Dinge, die wirklich fröhlich machen, haha.

DREI Der 4. März war ein wunderbar sonniger und frühlingshafter Samstag, an dem wir (zur Vorbereitung auf unsere Island-Reise) unsere Wanderschuhe testen wollten und deshalb einen Ausflug zu den Schrammsteinen machten. Mit den Kameras bewappnet stiegen wir zur Aussicht hinauf und wurden nicht enttäuscht. Von oben über die Felsen, Wälder und die Elbe blicken zu können, ist einfach immer wieder atemberaubend. Ich denke so gern an diesen Tag zurück.



VIER Ein weiterer sonniger und milder Märztag folgte am 26. März, einem Sonntag. Wir verabredeten uns mit Freunden zum Eis essen am Blauen Wunder, genossen einen herrlichen Nachmittag in der prallen Sonne und vergaßen die Zeit. Als die Sonne schließlich hinter dem Horizont versank, nutzten wir das tolle Licht, um noch ein paar Fotos zu machen. Selten habe ich einen Sonntagabend so entspannt erlebt, ohne an die bevorstehende Woche zu denken.

FÜNF Nachdem wir uns anderthalb Jahre lang nicht gesehen hatten, kam Jutta mich Mitte April endlich wieder in Leipzig besuchen. Den 14. April, meinen freien Freitag, verbrachten wir mit einem langen Spaziergang durch die Parks der Stadt. Es war ein schöner Frühlingstag und wir genossen es, umherzulaufen, Fotos zu machen und uns zu unterhalten. Mein liebster Augenblick des Tages war, als wir fotografierend unter einem riesigen, blütenbeladenen Baum standen und versuchten, uns gegenseitig mit den Kameras abzuschießen.

SECHS Als mein persönliches absolutes Highlight von 2017 muss ich natürlich diverse Momente unserer Reise nach Island erwähnen! So zum Beispiel werde ich nie vergessen, wie Philipp und ich in der Nacht vom 26. auf den 27. Mai auf der Insel ankamen und bereits beim Landeanflug aus dem Flugzeug zum ersten Mal mit eigenen Augen die Landschaft sahen. Obwohl wir beide nach einer doch recht langen Reise ziemlich übermüdet waren, war unsere Vorfreude auf die darauffolgenden 19 Tage einfach überwältigend. Ich glaube, ich war in dieser Nacht aufgeregter als ein kleines Kind am Weihnachtsabend! Alles erschien irgendwie unwirklich und ich brauchte eine Weile um zu verstehen, dass ich mir da tatsächlich gerade einen Lebenstraum erfüllt hatte. Noch immer bin ich so dankbar dafür, dass ich diesen Moment 2017 erleben durfte.



SIEBEN Nach zwei sehr regnerischen Tagen starteten wir am 31. Mai in aller Herrgottsfrühe in einen wunderschönen und sehr langen Sonnentag an der Südküste Islands. Der ganze Tag beinhaltete so viele tolle Momente, dass ich daraus unmöglich nur einen einzigen wählen kann, deswegen zähle ich einfach mal alle auf: morgens 5:30 Uhr meine erste Schotterstraßenfahrt nahe Stokkseyri, um 7 Uhr ein einsamer Moment am Seljalandsfoss, gegen 8:30 Uhr ein frühes Bad im verlassenen Seljavallalaug, um 10 Uhr die ersten warmen Sonnenstrahlen am Skógafoss, gegen 11:30 Uhr ein Fotospaziergang am gut besuchten Reynisfjara, wenig später ein improvisiertes Mittagessen an der Kirche in Vík, 13:30 Uhr dann ein kurzer Spaziergang am Fjaðrárgljúfur, gegen 16:00 Uhr der windige Aufstieg zum Svartifoss, 18 Uhr ein ruhiger Moment am Jökulsárlón, schließlich irgendwann 20 Uhr unsere Ankunft in Höfn und zwischendrin natürlich ganz viele tolle Momente auf der 415 km langen Fahrt.

ACHT Aller guten Dinge sind drei und auch wenn ich wohl noch dreißig weitere tolle Momente der Island-Reise aufzählen könnte, möchte ich zum Abschluss den 9. Juni nennen. An diesem ebenfalls sehr sonnigen Tag entschieden wir uns für eine scheinbar endlose Autofahrt in die Westfjorde, genauer gesagt zum Dynjandi. Insgesamt verbrachten wir an diesem Tag wohl so 11 Stunden im Auto und fuhren an die 500 km über die abenteuerlichsten Straßen und alles nur, um einen Wasserfall anzuschauen. Aber es ist eben auch nicht nur irgendein Wasserfall, sondern mit Abstand der beeindruckendste, den wir auf unserer gesamten Reise besucht haben. Ich war wirklich überwältigt von der Größe des Falls, der trotz der tosenden Massen scheinbar sanft über die Felsen rauscht und überall einen leichten Wassernebel versprüht. Sollte ich irgendwann noch mal einige Zeit auf Island verbringen, dieser Wasserfall stünde defintiv wieder auf meiner Ausflugsziele-Liste.

NEUN Am 28. Juni war er nach monatelanger Planung endlich gekommen: der letzte einsame Morgen in meiner alten Wohnung. Zwar habe ich sie geliebt, meine Freiheit und die geräumige 1-Zimmer-Wohnung mit den riesigen Fenstern im Herzen von Leipzig. Doch nach fast 25 Jahren in der gleichen Stadt war es Zeit für mich, Abschied zu nehmen, zu gehen und anderswo ein neues Leben zu starten. Ich bin noch immer froh über diesen Schritt und bereue ihn nicht. Auch wenn danach nicht alles glatt gelaufen ist und ich schon mehrfach komisch angeguckt wurde, wenn ich in meiner neuen Wahlheimat erzählt habe, woher ich eigentlich komme. Warum zum Teufel zieht man aus Leipzig weg? Die Stadt ist wunderschön und ich denke gern an die guten Zeiten zurück, die ich dort hatte. Doch machmal muss man eben seinem Herzen folgen und genau das habe ich getan. Auch, wenn das bedeutet, die Heimat zu verlassen.



ZEHN Wenige Tage nach meinem Umzug ins neue Leben nutzen Philipp und ich den heißen 9. Juli für eine Fahrradtour über die Dörfer. Zwar hatte ich zuvor schon zahlreiche Gelegenheiten, meine neue Heimat kennenzulernen, doch vom Fahrrad aus kann man alles noch mal besser erleben. Wir radelten durch Wälder und über Feldwege, legten einen Stopp ein, um Eis zu essen und hatten Zeit, die alten Häuser am Straßenrand mal genauer anzuschauen. Obwohl der Juli für mich kein guter Monat war, denke ich doch gern an diesen sonnigen Sommernachmittag zurück.

ELF Nach einigen, besonders für mich sehr harten Wochen überredete ich Philipp aus purer Eigennützigkeit, das letzte Augustwochenende gemeinsam an der Ostsee zu verbringen. Anlässlich seines Geburtstages buchte ich ein Hotelzimmer in Rostock, Philipp nahm sich einen Tag frei und so konnten wir den Abend des 25. August gemeinsam mit Franzi und ihrem Freund am Meer genießen. Zwar war es an diesem Tag nicht besonders sommerlich-warm, doch der Sonnenuntergang hätte wahrlich nicht besser ausfallen können. Wir hatten einen wundervollen Freitagabend in toller Gesellschaft und meine Sehnsucht nach dem Rauschen der Wellen und dem Sand zwischen meinen Zehen ist seit diesem Moment stärker denn je.

ZWÖLF Am 16. September entschieden wir uns für einen Samstagsausflug auf die Festung Königstein. Wir hatten jeweils einen Eintritts-Gutschein und wollten diese nutzen, um einen Spaziergang über die Anlage zu machen. Schon beim Betreten war ich vollkommen beeindruckt von der Festung und trotz des durchwachsenen Wetters und zahlreicher Besucher hatten wir einen tollen Nachmittag mit schöner Aussicht. Auf der Rückfahrt haben wir dann sogar noch Halt an einer Obstplantage gemacht und frische Äpfel für einen Kuchen gepflückt. Es war wirklich ein gelunger Tag und obwohl er für mich auch ein wenig anstrengend war, halte ich ihn gern in Erinnerung.



DREIZEHN Weil ich noch nie in Osnabrück war und auch endlich mal Jutta dort einen Besuch abstatten wollte, setzten wir uns am letzten Septembertag ins Auto und fuhren einmal quer durch Deutschland. Mein liebster Moment unseres ereignisreichen Besuches war unser gemeinsamer Brunch am 2. Oktober. Unüblicherweise verbrachten wir diesen nämlich in einem asiatischen Restaurant und stopften uns am Vormittag mit bestem Sushi voll! Schon allein beim Gedanken daran bekomme ich wieder Lust auf das leckere All You Can Eat und würde am liebsten sofort die Zeit zu diesem Tag zurückdrehen.

VIERZEHN Den 21. Oktober, einen Samstag, nutzen Philipp und ich, um beizeiten aufzustehen und pünktlich zum Sonnenaufgang in der Sächsischen Schweiz auf der Bastei zu sein. Es war noch finster, als wir dort ankamen und dennoch war der beste Aussichtspunkt, zu meiner großen Enttäuschung, bereits von zahlreichen Kamerafreunden übervölkert. Wir brauchten eine Weile, um eine andere geeignete Stelle zum Fotografieren zu finden und hatten deshalb schließlich nur wenige Minuten lang gutes Morgenlicht. Der Himmel war in ein tiefes Violett getaucht, die Sonne strahlte die Wolken gelb an und aus dem Tal stieg Nebel auf. Ein magischer Moment, der leider viel zu schnell vorbei war, denn die Morgensonne verschwand schnell wieder hinter dichten Wolken. Von meinem Standpunkt hatte ich aber glücklicherweise trotzdem die Chance, einige gute Fotos zu machen. Auch wenn wir an dem Morgen wünschten, wir wären eher aufgestanden, haben wir uns die Stimmung nicht von den Umständen vermiesen lassen. Stattdessen nutzten wir gleich die Gelegenheit, liefen noch zu einer anderen, abgelegeneren Aussicht, genossen die Ruhe dort und schossen einige tolle Nebelfotos.

FÜNFZEHN Nachdem wir bereits einige Tage zuvor wenig Glück mit einem tollen Sonnenaufgang hatten, brachen wir am 3. November, unserem letzten Urlaubstag an der Mosel, erneut im Morgengrauen zur Burg Eltz auf, um dort stimmungsvolle Fotos zu machen. Diesmal wurden wir glücklicherweise auch nicht enttäuscht und konnten einen einsamen Nebelmorgen vor der Toren der Burg verbringen. Lediglich einige Vögel und vielleicht auch ein paar Burgbewohner beobachteten uns, wie wir dort mit unserem Kameras standen und auf die Auslöser drückten. Es war herrlich frisch und wunderbar ruhig, genau wie ich mir einen solchen Herbstmorgen eben wünsche. Dieser Moment hat mir wirklich geholfen, mal kurz alles andere in meinem Leben zu vergessen und ich bin dankbar dafür, ihn erlebt zu haben.



SECHZEHN Am 7. Dezember fuhren Philipp und ich im späten Nachmittag nach Berlin, um dort am Abend Enter Shikari live zu sehen. Mein letztes Konzert war Jahre her und meine Vorfreude daher schon seit Wochen groß. Ich freute mich darauf, mal wieder in einer Halle voller Menschen zu stehen, laute Musik zu hören und Texte mitzugrölen, die ich einfach großartig finde. Auch wenn die Vorbands nicht meinen Geschmack trafen und mir das Warten bis zum tatsächlichen Beginn des Konzertes ewig vorkam, so wurde ich dann keineswegs enttäuscht. Mein liebster Moment des Abends war, als Rou Reynolds sich inmitten der Menge ans Klavier setzte und dort eines meiner liebsten Lieder des aktuellen Albums spielte und sang: Airfield.

SIEBZEHN Der 29. Dezember war für mich ein besonderer Tag, denn ich durfte endlich Lisa's kleine Tochter kennenlernen. Die Maus wurde schon sehnsüchtig erwartet und dann Anfang Dezember endlich geboren. Obwohl ich zu meiner Schande gestehen muss, dass ich echt nicht unbedingt mega kinderfreundlich bin, so hat es mir die Kleine doch angetan. Zum allerersten Mal überhaupt hatte ich an diesem Nachmittag ein Baby auf dem Arm und es war gar nicht mal so schlimm! Übrigens finde ich es immer noch ein bisschen merkwürdig, dass um mich herum nun langsam alle erwachsen werden und von Hochzeit und/oder Schwangerschaft reden, während ich mich noch ziemlich verloren fühle und nicht mal weiß, wer ich überhaupt bin.

Et voilà! Das waren sie, meine 17 schönsten und erinnerungswürdigsten Momente 2017. Lasst mir eure liebsten Erinnerungen auch gern in den Kommentaren da, ich freue mich, zu lesen, was ihr 2017 so erlebt habt! Die Fotos in diesem Post stammen übrigens alle aus meiner Story auf Instagram, die ich ziemlich regelmäßig füttere. Falls ihr mir dort noch nicht folgt, freue ich mich, wenn ihr das ändert! Und denkt daran, auch bei Jutta und ihren 17 Momenten vorbeizuschauen!

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